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International Art Platform Berlin

 

 

 

 

Hülya Karci
Türkei

Theater/ Film

 

Theater

13.10.2011 / 16:00Uhr

Die Sultaninen
Interkulturelle Theatergruppe des Nachbarschaftsheims Neukölln
mit dem Stück "Wandernde Sterne"

unter der Leitung von Hülya Karci

Nachbarschaftsheim Neukölln
Schierker Str. 53
12051 Berlin


mehr Termine

03.11.2011 / 15:00Uhr

Gemeinschaftshaus Gropiusstadt
Bat-Yam-Platz 1
12353 Berlin


08.12.2011 / 13:00Uhr

Stiftung BSW
Panoramastr.1 / Gontardstr.
10178 Berlin-Mitte


 

 


10.09.2010 / 18Uhr

Filmvorführung und Filmgespräch

Hülya Karci

"Kinder des September"
Ein Dokumentarfilm, der sich mit dem Militärputsch vom 12. September 1980 in der Türkei aus der Sicht
von fünf Zeitzeugen beschäftigt.

Ballhaus Naunynstraße
Naunynstr. 27
10997 Berlin


www.payizfilm.com
www.ballhausnaunynstrasse.de


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hülya Karci

Theater / Film / Dramaturgin / Regisseurin / Theaterpädagogin / Autorin

 

Zwei Gründe gibt es, warum ich mich mit dem interkulturellen Theater beschäftige. Zum einen das Leben in Berlin, wo es über dreihundert verschiedene Kulturkreise gibt. Zum anderen, weil gerade das Theater die unterschiedlichsten Kunstformen und Kulturkreise zusammenführt. Mein Ausgangspunkt für interkulturelles Theater liegt in der Vielsprachigkeit und dem Versuch des Dialoges zwischen den Kulturen begründet. Ich selbst definiere mich nicht nur durch die türkische Kultur oder meine osmanisch-islamische Sozialisation. Geboren wurde ich in Sardes, der vermeintlichen Heimatstadt von Homer. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen, ehemals griechischen Ort. Seit Jahren nun lebe ich in Berlin. Kultur verstehe ich als einen Fluss, der aus mehreren Quellen entspringt. Dieser Fluss fließt immer weiter, und aus jedem Flussbett nimmt er etwas mit und hinterlässt etwas.

Das Leben kann nur mit Kunst erträglich sein und nur mit Kunst kann unser Leben verändert werden oder zumindest sollten wir es probieren. Außerdem finde ich das reale Leben politischer als Parteipolitik. Deswegen muss sich Kunst politisch mehr engagieren.

Lebenslauf:
Sie wurde in Izmir geboren. Nach einem Studium der türkischen Sprache und Literatur an der Ankara Universität absolvierte sie ein Dramaturgiestudium an der Dokuz Eylül Universität in Izmir. Sie arbeitet als freie Dramaturgin, Theaterpädagogin und Regisseurin im Theater- und Filmbereich. Sie schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Kolumnen.
Als Dramaturgin bearbeitete sie u. a. Theaterstücke für Kinder aus 1000 und eine Nacht.
Seit sieben Jahren leitet sie den Theaterbereich des Mädchencafés Schilleria (Berlin-Neukölln). Für ihre Arbeit wurde sie im November 2007 mit einem Preis der »Initiative Hauptstadt Berlin« ausgezeichnet.
2007 – 2008 hat sie das deutsch-türkische Theaterprojekt Wahrnehmen und Verändern im Rahmen des Mädchen-Austauschsprogramms Neukölln–Izmir Cigli durchgeführt.
Neben anderen Projekten leitete sie 2008 zusammen mit der Sulukule Plattform (Istanbul) ein Theaterprojekt mit Roma-Kindern in Sulukule und mit der Unterstützung der Olof Palme Stiftung ein Theaterprojekt nach der Forumtheater-Methode mit Jugendlichen in Tunceli in der Türkei. Im gleichen Jahr führte sie an Berliner Oberschulen und Jugendeinrichtungen Workshops für Gewaltprävention durch.
Neben der Kinder- und Jugendarbeit ist sie auch im Seniorenbereich tätig. Unter anderem leitet sie für das »Theater der Erfahrungen« (Berlin) die interkulturelle Theatergruppe Die Sultaninen.
Am Ballhaus Naunynstraße entstand unter ihrer theaterpädagogischen Mitarbeit das Projekt Die 3. Generation (Regie: Lukas Langhoff).
Zurzeit arbeitet sie an einem internationalen Dokumentar-Filmprojekt „Die Kinder des September“ und im Atze Musik-Theater als Theaterpädagogin und Dramaturgin.

 


 

Film

13.10.2011 / 18:30Uhr

Kinder des September
Eylül Çocuklari

von Hülya Karci & Meltem Öztürk

In Anwesenheit der Regisseurin
und der Darstellerin Günes Göbüt

Nachbarschaftsheim Neukölln
Schierker Str. 53
12051 Berlin

Am 12. September 1980 putschte sich in der Türkei das Militär an die Macht. Zum »Schutz der Einheit des Landes« wurden politische Parteien und Organisationen verboten und das Kriegsrecht verhängt. Tausende wurden Opfer politischer Verfolgung, verhaftet, gefoltert oder ermordet. Viele Menschen flohen vor diesem Terror aus ihrer Heimat.
Fünf Menschen reflektieren im Film dieses einschneidende Erlebnis. 1980/81, im Alter zwischen fünf und zehn Jahren, verändert sich ihr Leben. Sie werden zu Verwandten gebracht, sehen ihre Eltern nur selten oder Jahre gar nicht. Als die Eltern die Türkei verlassen, können manche ihre Kinder sofort mitnehmen, andere holen sie später nach.
Die rückblickenden Erzählungen der inzwischen Erwachsenen erschließen den Zuschauern den prägenden Einfluss dieser Geschehnisse auf das Leben der „Kinder des September“.
Der Film der Regisseurinnen Hülya Karci und Meltem Öztürk befasst sich engagiert mit diesem hierzulande viel zu wenig beachteten Teil der türkischen Geschichte. Für Hülya Karci ist es ihr Regiedebüt und zugleich ein sehr persönlicher Film, denn auch ihr Sohn ist ein „Kind des September“.

 

 

 

 

 

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