Gibt es ein bestes Tagesgeldkonto?

In Zeiten der Niedrigzins-Politik ist es gar nicht so einfach, sein Geld sicher und rentabel anzulegen. Das Sparbuch mit einem Zinssatz von 0,10 % gehört längst der Vergangenheit an. Auch Bausparen und Lebensversicherung haben viel an Attraktivität verloren, auch hier sind die Zinsen ziemlich mickrig. Waren in vergangenen Zeiten Bundesschatzbriefe oder Sparfonds lukrative Sparanlagen, so kann man dies heutzutage leider auch nicht mehr behaupten. So betrachtet, ist es ziemlich schwierig für sein hart erspartes Geld überhaupt noch einigermaßen Zinsen zu bekommen. Die einzige Form von Sparanlagen, die noch nennenswerte Erträge abwerfen, sind das Tagesgeld- und Festgeldkonto. Finanzexperten und Verbraucherverbände raten den Sparern zu dieser Art Sparen.

Festgeldkonto

Bietet zurzeit die höchsten Zinssätze, die je nach Länge der Laufzeit unterschiedlich hoch sein können. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten ist im Moment durchschnittlich ein Zinssatz von 1,7 % gegeben. Diese Form Sparanlage ist allerdings nur für diese Sparer interessant, die ihre Ersparnisse über einen längeren Zeitraum nicht beanspruchen müssen. Auch hier gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher die Zinsen.

Tagesgeldkonto

Das zurzeit wohl beste Konto, wenn man sein Geld einigermaßen rentabel anlegen möchte, aber trotzdem jederzeit darauf zugreifen kann. Die Verzinsung des Sparguthabens auf einem Tagesgeldkonto ist natürlich immer abhängig vom momentanen Zinsniveau am Finanzmarkt. Statistisch gesehen betragen Zinsen auf einem Tagesgeldkonto längerfristig etwa 1,4 %. Das bedeutet, dass ein Tagesgeldkonto, wesentlich mehr Zinsen als ein Girokonto oder Sparbuch erwirtschaftet.

Wenn man darüber nachdenkt, dass zahlreiche Bürger in Deutschland auf einem Sparbuch oder Girokonto ihr Vermögen fast nutzlos verkümmern lassen, kann man erkennen, wie viel Geld die bank-1269026_960_720.jpgSparer jährlich zu verschenken haben. Ein Tagesgeldkonto ist ebenso wie ein Girokonto am Markt den üblichen Zinsschwankungen unterworfen. Das bedeutet, wenn die Zinsen am Geldmarkt steigen wird auch das Tagesgeld höher verzinst, fallen die Zinsen am Geldmarkt, tritt das Gegenteil ein.

Wer plant ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, der sollte unbedingt bereits im Vorfeld diesbezüglich einen TagesgeldkontoVergleich durchführen. Dabei sollten folgende Aspekte bezüglich eines solchen Kontos berücksichtigt werden:

  • Je höher die Zinsen, desto attraktiver das Tagesgeldkonto.
  • Wichtig auch, die Zinsgarantie. Dabei wird der Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit garantiert.
  • Bezüglich der Zinsgutschrift gilt die Regel: Umso häufiger die Zinszahlung, desto rentabler die Erträge (Zinseszinseffekt).
  • Ist ein bestimmter Mindestbetrag notwendig damit ein Tageskonto eröffnet werden kann?
  • Bis zu welchem Anlagebetrag gilt der zugesagte Zinssatz?
  • Auch bezüglich der Gleichbehandlung sollte Klarheit bestehen. Deshalb vor Eröffnung fest stellen, bekommen Stammkunden den gleichen Zinssatz wie Neukunden zugesprochen?


Fazit: Nur wenn eben angeführte Punkte positiv beantwortet werden, dann dürfte es sich um ein gutes Tagesgeldkonto handeln.

Viele Anbieter locken vor allem neue Kunden mit attraktiven Tagesgeldzinsen, die jedoch nach Ablauf vereinbarter Zeit wieder die am Markt übliche Höhe erreichen. Der Vorteil in dieser Angelegenheit liegt bei einem Tagesgeldkonto diesbezüglich eindeutig beim Anleger. Dieser kann jederzeit sein Konto auflösen und bei einem anderen Anbieter wieder ein neues Konto dieser Art eröffnen. Das bedeutet Unabhängigkeit von der Bank und man kann immer bei einem Anbieter mit lukrativen Zinssätzen sein Erspartes parken und davon profitieren.